Methodenkritik

Ein methodenkritisches Gutachten (auch methodenkritische Stellungnahme) ist eine fachliche Prüfung, die ein bereits erstelltes gerichtliches Gutachten auf die Einhaltung wissenschaftlicher Qualitätsstandards und mögliche methodische Fehler zu untersuchen.

Es dient dazu, Erstgutachten – oft im Familien- oder Strafrecht – zu überprüfen, um deren Verwertbarkeit zu bewerten, ohne selbst ein neues Hauptgutachten darzustellen. 

Im Kern der methodenkritischen Untersuchung geht es um die Überprüfung der Einhaltung wissenschaftlicher Normen bei der Gutachtenerstellung (u. a. bspw. Transparenz, Nachvollziehbarkeit, Trennung von Befund und Bewertung etc.) und das Detektieren möglicher Mängel hinsichtlich dieser Kriterien bei Beweisführung, Exploration oder Testauswahl.